Gambia steht vor einer touristischen Zeitenwende. Am unberührten Küstenabschnitt von Tanji entsteht derzeit ein wegweisendes Resort-Areal, das nicht nur neue Standards für das Land, sondern für ganz Westafrika setzen soll. Hinter dem Vorhaben steht ein Macher: Dietmar Gunz, einstiger Gründer der ehemaligen FTI Group, führt mit seiner Holding Temple Tree Hospitality eine Investorengruppe an, die fest an das Potenzial der Region glaubt.
Das Projekt „Tanji“: Großprojekt von FTI-Gründer Gunz nimmt Formen an
Anfang Februar 2026 wurde in Tanji der Grundstein für ein Tourismusprojekt gelegt, das in seiner Dimension in Gambia einzigartig ist. Unter der Federführung der Investmentgesellschaft Temple Tree Investments Gambia (TTIG) rund um Dietmar Gunz – Gründer der ehemaligen FTI-Group und Gesellschafter von Falk Travel – entstehen auf einem 14 Hektar großen Grundstück an der Atlantikküste südlich der Hauptstadt Banjul insgesamt 1.500 Wohneinheiten.
Nachhaltigkeit im Fokus: Das Projekt setzt auf eine behutsame Einbindung in die Küstenlandschaft, erneuerbare Energien und die Einbindung lokaler Lieferketten zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung.Aus der Tourismus Aktuell folgender Beitrag zum Baufortschritt
Kapazität & Aufteilung: Das Areal umfasst vier Hotels, ein Luxusdomizil sowie private Villen, Serviced Apartments und Residenzen. Die vier Hotels sind als flexibel nutzbare Plattformen geplant, die von Hotelketten oder Reiseveranstaltern adaptiert werden können (beispielsweise Marken wie Sentido oder TUI Suneo).
Zeitplan & Investment: Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 200 Millionen US-Dollar. Die ersten Teilbereiche sollen im Sommer 2028 eröffnen, die weitere Umsetzung erfolgt schrittweise.
Wirtschaftlicher Motor: Nach vollständiger Fertigstellung rechnet TTIG mit bis zu 200.000 Gästen pro Jahr. Das Vorhaben schafft rund 1.500 direkte Dauerarbeitsplätze sowie mehrere Tausend indirekte Jobs. Ergänzt wird die Anlage durch Gastronomie, Einzelhandel, Wellness-, Sport- und Entertainment-Angebote, Wasserwelten sowie Kultur- und Bildungsbereiche.
Die Westafrika-Strategie: Von Gambia nach Ghana
Wer die Entwicklungen auf Ghanareisen.com verfolgt, erkennt bald ein Muster. Der Investor Gunz agiert nicht isoliert in Gambia, sondern sieht Westafrika als einen zusammenhängenden Zukunftsmarkt.
Es gibt deutliche Überschneidungen in der Strategie. Ähnlich wie die Projekte in Ghana setzt Dietmar Gunz in Gambia auf ein „Ökosystem“ aus eigenen Hotelkapazitäten, Incoming-Agenturen (Rocket DMC) und Tech-Lösungen.
Während in Ghana der Fokus oft auf Kultur- und Kakaoreisen liegt, bringt Gunz dieses Prinzip des „authentischen Erlebnisses“ nach Tanji. Gäste sollen nicht nur am Pool liegen, sondern die lebendige Fischereikultur von Tanji und die umliegenden Vogelschutzgebiete erleben.
Durch die Verbindung internationaler Qualitätsstandards mit lokaler Identität wird die gesamte Region für europäische Reiseveranstalter attraktiver und leichter buchbar.
Westafrika als neuer Global Player
Die Tourismuslandschaft hat sich 2026 gewandelt. Westafrika ist kein „Geheimtipp“ mehr, sondern eine ernsthafte Konkurrenz für den tropischen Wintertourismus.
Warum jetzt der Boom?
Urlauber suchen 2026 verstärkt nach Destinationen, die eine tiefe Verbindung zur lokalen Kultur ermöglichen, weswegen Westafrika gegenüber klassischen Massenzielen punktet.
Ganzjahresziel: Dank des stabilen Klimas positioniert sich Tanji als Ganzjahresdestination, was massiv die wirtschaftliche Stabilität für das Gastland erhöht.
Fazit: Ein Bekenntnis zur Region
Das Engagement von Dietmar Gunz und seinen Partnern (darunter die PMA Group und Istanbul Airlines) ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass Westafrika bereit für professionelle, grossskalierte Investitionen ist, die dennoch den ökologischen und sozialen Fußabdruck respektieren. Für Reisende bedeutet dies, dass Gambia um eine erstklassige Adresse reicher sein wird, die den Spagat zwischen Luxus und Authentizität meistert.



